28.02.2025
Studierendenzahlen Universitäten und Fachhochschulen für das Wintersemester 2024 und das Studienjahr 2023/24
Österreichs Hochschulen haben sich gut entwickelt, aber es bleibt viel zu tun
Das österreichische Hochschulsystem hat in der vergangenen Legislaturperiode eine äußerst positive Entwicklung hingelegt. Das geht aus aktuellen Zahlen der Hochschulstatistik hervor:
Die Gesamtzahl der Studienanfänger:innen an den öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen ist deutlich gestiegen und erreicht einen Höchststand.
An den Fachhochschulen ist die Zahl der ord. Studienanfänger:innen im Vergleich zum Vorjahr um +4,5% gestiegen. Insgesamt sind an den Fachhochschulen 23.621 Studienanfänge zu verzeichnen – so viele wie noch nie. An den öffentlichen Universitäten erhöht sich die Zahl der ord. Studienanfänger:innen um +4,6%. Die ord. Neuzulassungen erreichen mit 48.636 ihren bislang höchsten Stand. Das ergibt eine Gesamtzahl von mehr als 72.200 Personen, die erstmals an der Universität/Fachhochschule zum ord. Studium zugelassen worden sind.
Im Studienjahr 2023/24 hat sich an den öffentlichen Universitäten auch der Anteil der prüfungsaktiven Studierenden auf 64% erhöht und erreicht damit einen Höchstwert. Damit wird ein Trend fortgesetzt werden, der seit Einführung der an Prüfungsaktivität gebundenen Universitätsfinanzierung eingesetzt hat – 2016/17 waren lediglich 57% prüfungsaktiv. Hin zu 2025/26 sollen 67% der Studierenden prüfungsaktiv sein.
Die kalkulatorische Betreuungsrelation verbessert sich: Auf eine Professur bzw. äquivalente Stelle kommen im STJ 2023/24 anstelle von 42 (STJ 2016/17) nur mehr 34 prüfungsaktive Studierende.
Auch die Zahl der Absolventinnen und Absolventen steigt weiter an – auf 35.866. Im Studienjahr 2023/24 waren somit um +1% mehr Studienabschlüsse zu verzeichnen als im Vorjahr. Bachelorstudien bleiben stabil (+0,4%). Master- und Doktoratsstudienabschlüsse steigen um +2% bzw. +15%.
Im wichtigen MINT-Bereich ist ebenfalls eine Steigerung zu beobachten: Der Hochschulplan 2030 des BMFWF sieht ausgehend von 2019/20 eine Steigerung der MINT-(Erst-)Abschlüsse um 20% vor. Über den gesamten Hochschulbereich zeigen die Zahlen von 2023/24, dass die Steigerung aktuell bei +9% liegt. Hin zu den 20% bedarf es geeigneter Begleitmaßnahmen seitens der Universitäten – insbesondere in der Umsetzung von Studierbarkeitsfördermaßnahmen. Dies auch, weil der Zuwachs der MINT-Erstabschlüsse an Universitäten und Fachhochschulen seit 2019/20 erst bei +6% liegt.
An den Fachhochschulen steigt die Zahl der ord. Studienanfänger:innen um +4,5%. Auch die Zahl der ord. Studierenden steigt, im Vergleich zu den Vorjahren, im Wintersemester 2024 mit +3,6% wieder deutlicher an. Die ord. Studienabschlüsse an den Fachhochschulen bleiben im Studienjahr 2023/24 mit einem Wert von 16.966 auf dem Niveau vom Vorjahr.